1071 Der Name Görlitz tritt zum erstenmal in einer Urkunde auf, als Kaiser Heinrich IV. die beim Dorf Gorelec gelegenen acht Königshufen (ca. 400 ha) dem Bistum Meißen - Bischof Benno - schenkt.       
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1100 Bau der Nikolaikirche - ältester Mittelpunkt für die frühe Christianisierung der Oberlausitz.  
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1126 Zum Schutz des Übergangs über die Neiße, der Hohen Straße, ließ der böhmische Herzog Sobieslaus am Steilhang der Neiße eine Burg, den späteren Vogthof, errichten.  
Stadtmauer
Teil der Stadtmauer und Vogtshof
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Um 1220 Bildung des Markt- und Stadtwesens. Kaufleute aus Thüringen und Franken, der niedere Adel, Handwerker und ländliche Lokatoren bilden die erste Stadtbevölkerung. Der Untermarkt wird zum Kreuzungspunkt der Ost-West und Nord-Süd-Fernstraße. - Görlitz entwickel sich zur Stadt.  
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1234 Nur 8 Jahre nach dem Tod des Ordensgründers (des heiligen Franz von Assisi) wird am Stadtrand - am heutigen Obermarkt - ein Franziskanerkloster mit Kirche errichtet.  
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1268 Die Oberlausitz wird geteilt, damit wird Görlitz für Jahrhunderte eine selbständige Stadt.  
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1298 In diesem Jahr besteht urkundlich nachweisbar ein Rat mit 12 Ratsherren und einem Bürgermeister, mit 4 Schöppen und einem Stadtschreiber.  
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1303 Görlitz erhält nach dem Vorbild des Magdeburger Rechtes das Stadtrecht verbrieft.  
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1330 Das städtische Münzrecht wird der Stadt vom böhmischen König geschenkt.  
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1346 Gründung des Sechsstädtebundes durch die Städte Görlitz, Bautzen, Zittau, Löbau, Lauban und Kamenz zum Schutz gegen Raubritter.  
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1429 Erster Hussitten-Angriff auf die Stadt; weitere überfälle erfolgen bis 1432.  
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1469 Der ungarische König Matthias Corvinius wird König von Böhmen, damit wird Ofen (das ungarische Buda) für Görlitz zur Landeshauptstadt.  
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1481 - 1505 Errichtung des Heiligen Grabes mit Kreuzkapelle, Golgothakapelle und Felsengrab. Vor der Reformation bewegte sich alljährlich eine Kreuzwegsprozession von der Peterskirche über den Nikolaigraben durch die Nikolaivorstadt zum Heiligen Grab.  
Heiliges Grab
Heiliges Grab
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1460 - 1500 Epoche großer Sakral- und Profanbauten.  
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1512 Hans Frenzel der Reiche beendet den Bau seiner Privatkirche, der Annenkapelle.  
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1521 Mit der Predigt von Stadtpfarrer Franz Rotbart wenden sich die Görlitzer Bürger der Reformation zu.  
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1527 Aufstandsversuch der Tuchmacher gegen den Rat.  
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1635 Die Lausitz kommt durch einen Sonderfrieden politisch zu Kursachsen. Im übergabevertrag verpflichtet sich Johann Georg I., an den religiösen Verhältnissen in der Lausitz nichts zu ändern.  
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1637 Die Görlitzer Bürger huldigen knieend dem neuen Landesherrn.  
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1639 - 1641 Im Dreißigjährigen Krieg wird Görlitz immer wieder von kaiserlichen und schwedischen Truppen belagert und heimgesucht.  
Kupferstich von Goerlitz
Kupferstich 1650 Matthäus Merian d.Ä.
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1691 In diesen Jahren vernichten verheerende Brände große Teile der mittelalterlichen Stadt.  
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1763 Im Ergebnis des Siebenjährigen Krieges gilt Görlitz als ruiniert, verschuldet und als wirtschaftlich unbedeutende Provinzstadt.  
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1829 Durch eine Kabinetts-Order des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. wird die Errichtung einer katholischen Kapelle in Görlitz erlaubt. - Mehr als 300 Jahre hindurch durfte in Görlitz kein katholischer Gottesdienst gefeiert werden. Die in dieser Zeit in Görlitz lebenden Katholiken gingen zum Gottesdienst nach Jauernick (9km).  
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1830 Eröffnung der Wagenbauanstalt durch Christoph Lüders.  
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1847 Görlitz wird an das sächsische und an das preußische Eisenbahnnetz angeschlossen.  
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1850 Grundsteinlegung der Kirche Zum Heiligen Kreuz. Gelegen auf dem Grundstück des Stadtrates Alexander Struve.  
Kirche
Kirche Zum Heiligen Kreuz
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1853 Weihe der Kirche Zum Heiligen Kreuz.  
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1869 Gründung der Görlitzer Aktienbrauerei, spätere Landskron Brauerei.  
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1873 Die Stadt bekommt die Kreisfreiheit.  
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1898 Grundsteinlegung für die Kirche St. Jakobus außerhalb der Stadt, jenseits der Bahnlinie Dresden/Breslau.  
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1900 Die Einwohnerzahl wächst von 30.000 (1860) auf 81.000. Es entstehen neue Wohnviertel zwischen Altstadt und Bahnhof, zwischen Neiße und Waggonbau sowie jenseits des Bahnhofs.  
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1905 Eröffnung der neuen Städtischen Krankenhauses..  
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1925 Görlitz erhält Flugplatz.  
Zeppelin
Zeppelin Landung am 5.Oktober 1930
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1945 abziehende deutsche Truppen sprengen alle Neißebrücken - die Stadt bleibt weitgehend unbeschädigt.  
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1950 Grenzabkommen mit Polen in Zgorcelec  
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1971 900-Jahr-Feier  
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1976 Baubeginn in Königshufen, dem größten Neubauviertel der Stadt.  
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1991 Görlitz wird Modellstadt der Altbausanierung.  
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1992 Gründung der Hochschule Zittau/Görlitz - Görlitz wird zur Hochschulstadt.